: Y.E.S.

Jugendbegegnungen

Pilla tu semilla y acribilla plus

Herbst 2013

Wird es ein Workcamp oder Youth Exchange? Wie sind die Leute da? Macht mir das Projekt Spaß und gibt mir neue Impulse? Da ich zuvor noch nie an einem Jugendaustausch dieser Art teilgenommen hatte, wusste ich nicht so richtig, was mich erwarten würde, als ich mich für ein zweiwöchi-ges Projekt im spanischen Andalusien angemeldet habe. Dass ich jede Menge tolle Leute kennenlernen würde und eine sehr bereichernde Zeit haben wür-de, hätte ich nicht gedacht!

Als 17-köpfige Gruppe waren wir ein echt eingespieltes Team, was die Zeit umso einfacher und schöner gemacht hat. Mit Teilnehmern aus Frankreich, Kroatien und Deutschland konn-ten zwar nicht alle gut Englisch sprechen, aber mit Händen, Füßen und Übersetzungen haben wir uns trotzdem alle wunderbar verstanden. Besonders schön waren auch die verschiedenen kulturellen Hintergründe, die wir stets auszutauschen versuchten. Zum Beispiel gab es in der ersten Woche immer einen ländertypi-schen Abend, an dem das jeweilige Team etwas Landestypisches kochen und präsentieren sollte. Das war eine der vielen Möglichkeiten, auch mögliche Klischees zu beseitigen oder sogar zu bestätigen . In täglichen Circle Meetings wurden der Tag ausgewertet, Verbesse-rungsvorschläge gebracht oder sonstige Anliegen besprochen. So konnte man alles loswerden, was einem auf dem Herzen lag.

Pegalajar, der erste Ort, wo wir waren, hat seit jeher mit begrenzten Wasserressourcen zu kämpfen. Das dort anzufindende Wassersystem für die umliegenden Gärten ist noch ein Über-bleibsel aus der Zeit, als die Mauren in Andalusien waren. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Bewohner von Pegalajar ihr Kulturgut nutzen und schützen. Sie waren allesamt sehr bemüht, uns in das dortige Leben einzuweihen. Auch die Besuche der ortsansässigen Olivenöl-fabrik und der Fabrik für Kosmetik aus Olivenöl waren sehr informativ. Des Weiteren haben wir kleine Gewächshäuser gebaut, ein Zwiebelfeld angelegt und Tomaten geerntet. Das Be-sondere an den Gärten hier ist der reine biologische Anbau.

Im zweiten Ort Jódar war unsere Gruppe am Bau des Gartens „Huerta del mundo“ beteiligt. Dieser soll später einmal mit zahlreichen Samen und Pflanzen aus alle Welt angereichert werden. Wir haben innerhalb von drei Tagen auf einer leeren Fläche die ersten Züge des Gartens erschaffen und waren sehr stolz darauf. Noch mehr als für uns bedeutete es jedoch den Bewohnern von Jódar, das nach jahrelangen Verhandlungen nun endlich der erste Spatenstich gemacht werden konnte. Die feierliche Krönung unseres Arbeitseinsatzes war das Pflanzen eines Granatapfelbaumes, was sogar die regionale Presse und der Bürgermeister nicht verpassen wollten.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich jederzeit wieder ein Camp dieser Art unter der Leitung der VJF mitmachen würde, da alles sehr gut organisiert und überlegt war. Ich habe tolle, neue Menschen und Lebensweisen kennengelernt und möchte die wunderbare Zeit auf gar keinen Fall missen.

Muchas gracias!
Carolin M.

Hier bekommt ihr einen Eindruck von der Jugendbegegnung